Bargeldtransfer: Für Geschenke zu teuer
Geld verschenken auf lange Distanz? Nicht wenige machen den Fehler, Geldscheine per Post zu verschicken. Das sollten Sie aber auf keinen Fall tun! Die Diebstahlgefahr ist einfach zu hoch. Wie aber erreicht Ihr Geldgeschenk einen Empfänger, der am anderen Ende Deutschlands oder sogar im Ausland wohnt? Eine Überweisung finden viele zu unpersönlich. Klar – wer will schon sein Weihnachtsgeschenk als nüchterne Zahl auf einem Kontoauszug haben?
Ob sich dafür ein Bargeldtransfer über Western Union lohnt, fragte mich gestern ein Leser. Schließlich wolle er, dass sein Enkel dann auch wirklich den 50 Euro-Schein bar in der Hand hält, den er ihm zugedacht habe. Ich fürchte, das kann ich nicht empfehlen. Der Grund dafür sind ganz einfach die hohen Gebühren.
Zwar ist es durchaus möglich, Bargeld auf die Reise zu schicken. Marktführer bei solchen Services ist Western Union. Beispielsweise über alle Filialen der Postbank, der Reisebank oder auch über einige (aber nicht alle) Sparkassen können Sie dafür sorgen, dass Bargeld in einer beliebigen Summe den Empfänger im In- und Ausland erreicht, wo er es problemlos abheben kann.
So geht’s: Sie zahlen einfach das Geld ein oder lassen es abbuchen, füllen ein Formular aus, weisen sich mit Pass oder Personalausweis aus und erhalten eine Transaktionsnummer – fertig. Wenn Sie eine Kreditkarte von Visa oder MasterCard besitzen, können Sie diesen Transfer auch online veranlassen. Zum Schluss informieren Sie den Empfänger, der dann ebenfalls mit Pass oder Personalausweis einen Vertriebsstandort aufsuchen muss – also beispielsweise abermals eine Postbank-Filiale.
Allerdings ist das nicht ganz billig, denn wann immer Bargeld im Spiel ist, lassen sich das die Banken teuer bezahlen. Übrigens auch deswegen, weil der logistische Aufwand dahinter tatsächlich nicht zu unterschätzen ist.
Was also kostet ein solcher Service konkret? Das hängt ab von der Höhe des Betrags, den Sie übermitteln wollen, aber auch vom Bestimmungsland, in das sie das Geld senden. Ein Beispiel: Der Transfer von 50 Euro innerhalb Deutschlands kostet 10 Euro Gebühren, wenn Sie ihn online abwickeln, und 8 Euro, wenn Sie ihn beispielsweise über die Postbank in Auftrag geben.
Interessant wird ein solcher Bargeldtransfer aber beispielsweise, wenn Ihnen im Ausland Ihr Portemonnaie abhanden kommt, und Sie dringend Geld brauchen, beispielsweise im Skiurlaub. Dann können Sie mit einem einzigen Anruf zuhause dafür sorgen, dass Sie nicht auf dem Trockenen sitzen.
